Die Trockenheit zeigt weiter die Gefahr von Wald- und Flurbränden auch in der Stadt Wiener Neustadt auf.
Am Vormittag des 3. August 2026 unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt mit dem Großtanklöschfahrzeug Tank 2 gleich zwei Waldbrände hintereinander. Zunächst brannte der Forst in Gutenstein (siehe auch BFKDO Wr. Neustadt). Als dort Brandaus gegeben werden konnte, wurden die Kräfte nach Muggendorf weiterbeordert.
Am Nachmittag meldeten mehrere Anrufer über den Notruf 122 einen ausgedehnten Flurbrand in der Wiener Straße direkt neben der B17 Unterführung. Sofort rückte ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt aus. Bei der Ankunft konnte ein ausgedehnter Flurbrand erkundet werden. "An dieser Stelle brannte es bereits des öfteren. Immer wieder ist dort wegen Unachtsamkeit ein Feuer ausgebrochen. Wir vermuten, dass der Brand an diesem Tag auch wieder eine menschliche Ursache hatte", so Wiener Neustadts Branddirektor Christian Pfeiffer.
Sofort ließ der ersteintreffende Fahrzeugkommandant die Alarmstufe erhöhen, um das Feuer von zwei Seiten bekämfpen zu können. Mit insgesamt vier Rohren, Erdwerkzeug und Löschrucksäcken konnte nach rund zwei Stunden der Brand gelöscht werden. Auch Magistratsdirektor Mag. Markus Biffl machte sich ein Bild vor Ort von den Arbeiten. "Vegetationsbrände sind nicht nur mit Wasser abzulöschen. Das bearbeiten des Bodens mit Erdwerkzeug gehört ebenso dazu. Auch wenn die Oberfläche mit Wasser abgekühlt erscheint, herrschen in wenigen Zentimetern Tiefe immer noch hohe Temperaturen, welche bei dieser Trockenheit bei einem leichten Lüftchen ein neuerliches Auflodern der Flammen bedeuten", weiß Pfeiffer.
Während der gesamten Einsatzdauer unterstützte die Polizei Wiener Neustadt bei der Sperre einer Fahrspur auf der Wiener Straße. Auch das Rote Kreuz stand während der Brandbekämpfung mit einem Fahrzeug zur Sicherheit für die eigenen Kräfte zur Stelle.
Noch während der Nachlöscharbeiten wurde ein Fahrzeug in die Mießlgasse beordert. Dort wurde ein Buschbrand von Passanten gemeldet. Zeugen berichteten, dass Jugendliche mit Böllern zugange waren, was den Brand vermutlich auslöste.
"Wir appellieren dringend an die Bevölkerung, sämtliche brandgefährlichen Tätigkeiten, das Verbrennen von Grünschnitt, Grillfeuer, Rauchen in Parks, auf Wiesen und in Wäldern zu unterlassen. Auch das Stehenlassen von Fahrzeugen bei laufendem Motor auf Grünflächen ist bei dieser Trockenheit schon ein Auslöser für Brände. Feuerwerkskörper oder Böller sollten auf keinem Fall in Bereichen von Forst, Parks oder Grünflächen gezündet werden", erklärt Pfeiffer.
Die Feuerwehr verweist auch auf die bereits seit 2024 aufrechte und bis auf Widerruf geltende Waldbrandverordnung des Magistrats der Stadt Wiener Neustadt hin (siehe auch noel.gv.at "Verordnung des Bürgermeisters der Stadt Wiener Neustadt, mit der Maßnahmen zur Hintanhaltung von Waldbränden verordnet werden"). "Die dort beschriebenen Maßnahmen sind sinngemäß für alle Grünflächen in der Stadt zur eigenen Sicherheit anzuwenden", unterstreicht der Feuerwehrkommandant.
Während die Hitze und der fehlende Niederschlag die Brandausbreitung begünstigt, ist die Hitze auch für die Einsatzkräfte fordernd: "Das laufende Trinken von Wasser und zuckerhaltigen antialkoholischen Getränken ist nicht nur für unsere Einsatzkräfte wichtig, um solche Einsätze durchstehen zu können. Es ist auch für die Bevölkerung von enormer Bedeutung, den Flüssigkeitshaushalt aufrecht zu halten, um weitere Gefahren für die eigene Gesundheit sowie um Unfälle hintanzuhalten", so Wiener Neustadts Branddirektor.
Trockenheit im Stadtgebiet: Flurbrand Wiener Straße & Strauchbrand in der Mießlgasse
