Während in Kärnten Hunderte Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand kämpften, übten am 25. April 2026 auch in Niederösterreich Feuerwehrkräfte aus Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark den Waldbrandeinsatz.
Insgesamt 366 Einsatzkräfte mit 63 Fahrzeugen trainierten im Bereich Kirchschlag in der Buckligen Welt die Wasserversorgung und Waldbrandbekämpfung in unwegsamem Gelände.
Übungsannahme war ein Waldbrand in Kirchschlag in der Buckligen Welt. Nach mehreren Tagen Einsatzdauer wurden die örtlichen Kräfte durch KHD-Einheiten aus den Bezirken Wiener Neustadt, Oberpullendorf, Oberwart und Hartberg abgelöst.
Zum Schutz eines Gebäudes und zur Bekämpfung des angenommenen Waldbrandes wurden im Bereich Ungerbacher Höhe Riegelstellungen gegen die Feuerfront errichtet. Während die niederösterreichischen KHD-Züge in der Brandbekämpfung und Löschwasserbereitstellung eingesetzt waren, übten die Kräfte aus den anderen Bundesländern die Löschwasserförderung.
Kern der Übung war die Errichtung einer rund 3,5 Kilometer langen Löschwasserförderleitung aus dem Zöbernbach mit einer Förderleistung von mindestens 800 Litern pro Minute und einer Höhendifferenz von rund 240 Metern. Zusätzlich wurde ein Falttank zur Löschwasserbevorratung aufgebaut und ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet.
Die Einsatzleitung wurde durch den Bezirksführungsstab Wr Neustadt im Bauhof Kirchschlag eingerichtet, von wo aus sämtliche Kräfte koordiniert wurden. Parallel dazu sorgte die Versorgungseinheit für die Verpflegung der Einsatzkräfte.
Als Übungsziel wurden die Kommunikation und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen KHD-Einheiten festgelegt. Ziel war es, die verschiedenen Verfahrensweisen aufeinander abzustimmen und weiter zu optimieren.
Neben einigen Funktionären der Landesfeuerwehrkommanden aus dem Burgenland – darunter LBD-Stellvertreter und Bezirksfeuerwehrkommandant LBDS Martin Reidl vom BFKDO Oberpullendorf sowie Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Kinelly vom BFKDO Oberwart – und aus der Steiermark – darunter LFR Thomas Gruber vom BFKDO Hartberg – machten sich auch der Abgeordnete zum NÖ Landtag Franz Dinhobl, der Bürgermeister der Stadtgemeinde Kirchschlag Karl Kager sowie Vizebürgermeister Bernhard Pürrer einen persönlichen Eindruck von den Leistungen der Feuerwehren.
Übungsleiter und Bezirksfeuerwehrkommandant Wiener Neustadt, LFR Karl-Heinz Greiner, zeigte sich nach Abschluss zufrieden: „Gemeinsam mit den Übungsgästen aus dem Burgenland und der Steiermark konnten wir alle Übungsziele erfolgreich erreichen. Übungen wie diese zeigen, dass wir trotz organisatorischer Unterschiede im Einsatzfall gut zusammenarbeiten können“, fasste Greiner zusammen.
„Die länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Feuerwehr ist ein schönes Zeichen, wie Zusammenarbeit gelebt werden soll. Die Bezirke Oberwart, Wiener Neustadt und Hartberg, zeigen durch diese Übung, dass unsere Bevölkerung auch im Ernstfall einen großen Schutz genießt“, betonte der Landtagsabgeordnete Franz Dinhobl.
Insgesamt standen 366 Einsatzkräfte mit 63 Fahrzeugen im Übungseinsatz. Die Übung konnte in den Mittagsstunden nach Erreichen der Übungsziele erfolgreich abgeschlossen werden.
Fotos: BFÜST S5 | SB Tobi Hübl, Bezirkspresseteam, Teilnehmende Feuerwehren
